Raus aus dem Winterblues - eine erprobte Anleitung

Aus den skandinavischen Ländern ist bekannt, dass fehlendes Tageslicht auf unser Gemüt schlägt. Der sogenannte Winterblues macht sich schleichend bemerkbar. Wir haben ein extremes Schlafbedürfnis und sind trotzdem müde, auch wenn wir ausreichend geschlafen haben.

Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Heißhunger auf Süßes sind die Auswirkungen dieser saisonalen Verstimmung.

Die Ursachen

Mediziner vermuten, dass vor allem die veränderten Lichtbedingungen dafür ausschlaggebend sind. Bei mangelndem Tageslicht schüttet unser Körper größere Mengen des Schlafhormons Melatonin aus. Das macht müde, niedergeschlagen und antriebslos.

Außerdem wirkt ein hausgemachter Mangel des Glückshormons Serotonin auf uns ein, da dieser Botenstoff benutzt wird, um mehr Melatonin zu produzieren. Unser Körper reagiert mit Heißhunger auf Süßes, er braucht Zucker! Das ist in der Tat eine sinnvolle körperliche Reaktion, da z.B. in Schokolade Stoffe stecken, die als Baumaterial für Serotonin, unserem Glücklichmacher, dienen.

Was hilft?

1.      Kohlenhydrate essen.

Es muss ja nicht in rauen Mengen sein und nicht nur Süßes bitte. Vollkorn Pasta und Obst hilft unserem Körper genauso gut.

2.      Tageslicht tanken.

Auch wenn es draußen grau ist und wir so gar nicht in der Stimmung sind… Es kommt noch genug Sonnenlicht durch die Wolkendecke, um unsere Stimmung zu heben. Wenn Sie sich dabei noch bewegen, gibt das einen Extraschub positiver Energie und vertreibt auch die grauen Wolken von der Seele.

3.      Lichttheraphie.

Wenn die obigen Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine Lichttherapie sehr gut unterstützen. Dazu setzt man sich zwei Wochen lang ca. 30-60 min am Morgen und am Abend vor eine Sonnenlichtlampe. Am besten, wenn es draußen noch oder schon dunkel ist und Sie sowieso kein Tageslicht mehr abbekommen können.

4.      Sonne im Kopf.

Schon die Vorstellung von etwas, was uns total viel Freude und Glück bereitet, schüttet Glückshormone aus. Sie können Ihre Stimmung gezielt positiv beeinflussen, indem Sie sich schöne Gedanken machen und so tun, als ginge es Ihnen gut. Es ist mittlerweile neurowissenschaftlich erwiesen, dass das funktioniert. Ok, man kommt sich am Anfang etwas blöd dabei vor, aber wenn man merkt wie es wirkt, fällt es immer leichter. Wie geht das?

Machen Sie sich schöne Pläne für einen Sommertag und stellen Sie sich genau vor was Sie machen, wie sie es machen, was Sie anziehen, wie der Frühling riecht und die Sonne Ihre Haut wärmt.

Hängen Sie schöne Fotos vom letzten Sommerulaub auf und lassen Sie schwungvolle Sommer-Rhythmen aus den Lautsprechern klingen. Da kann man gar nicht anders als mitwippen. Probieren Sie es einfach mal aus!

5.      Aktiv bleiben.

Laut Glücksforschung macht es Menschen glücklich, wenn Sie in Gesellschaft sind, mit anderen kommunizieren können, Ihren Hobbies nachgehen und Sport treiben. Die Schlechtwetterlaune macht uns da oft einen Strich durch die Rechnung und wir können uns nicht aufraffen.  

Deshalb, den inneren Schweinehund in die Wüste schicken und sich kleine Ziele für jeden Tag setzen. Ein 10 Min workout am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

6.      Ein gut strukturiertes Tagesprogramm.

Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anforderung und Entspannung und eine zeitlich gute Struktur. Dabei helfen Gewohnheiten und Rituale, die dem Tag einen Rahmen geben und weniger Raum, um uns dem Winterblues auf dem Sofa vollends zu ergeben. Wie geht das? Hier ein Beispiel:

  • Stehen Sie morgens immer zur gleichen Zeit auf.
  • Setzen Sie sich jeden Morgen 15 Minuten vor eine Lichttherapielampe oder reisen Sie in Ihrem Kopf zu einem schönen Sommertag am Meer.
  • Gehen Sie jeden Mittag für 15–30 Minuten spazieren.
  • Erledigen Sie jeden Tag eine kleine Sache, die Sie schon lange erledigt haben wollten.
  • Gehen Sie jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett.
  • Setzen Sie sich jeden Abend ein kleines erreichbares Ziel für den nächsten Tag und
  • Freuen Sie sich vor dem Schlafengehen über das erreichte Tagesziel.

7.      Medikamente und Therapie

Das wäre wirklich die Ulitma Ratio. Doch wenn alle Maßnahmen nicht greifen und Sie sich immernoch niedergeschlagen fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und sich mit Vitaminen, Akupunktur oder einer Gesprächstherapie helfen lassen.

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