Auf unserer Nordhalbkugel ist am 01. Dezember 2015 meteorologischer Winterbeginn. Er bringt Schnee, Frost und Eis und ist thematisch eng mit dem Weihnachtsfest und etlichen Bauernregeln verbunden. Kinder freuen sich auf Schlittenfahren und Schneeballschlachten. Zuhause wird es gemütlicher, Kerzen werden angezündet, es duftet nach Plätzchen, man kuschelt zusammen…und dreht die Heizung höher. Aber dies sollte vor allem im Schlafzimmer mit Bedacht geschehen.
 

Wir haben für Sie ein paar wertvolle Schlaftipps zusammengetragen

1. Ganz wichtig: viel Lüften!
Auch wenn es im Winter nachts kalt sein kann: Lüften ist für einen gesunden Schlaf zwingend notwendig. Natürlich können die Hartgesottenen bei Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich nachts unbesorgt bei offenem Fenster schlafen – das ist sogar sehr gesund. Wer jedoch lieber bei gemütlichen Temperaturen einschläft, sollte sein Schlafzimmer in jedem Fall mindestens zwei- bis dreimal am Tag stoßlüften. So kann man nachts gut durchatmen.

2. Warm oder kalt?
Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt auch in den kalten Monaten bei maximal 15 bis 18 Grad Celsius, denn unsere Körpertemperatur beginnt bereits am späten Abend zu sinken und erreicht um etwa drei Uhr morgens ihr Minimum. Ist der Raum zu warm, kühlt der Körper nicht ausreichend ab, ist es wiederum zu kalt, muss der Körper unnötig gegensteuern.

3. Heizen, ja oder nein?
Wer nachts lieber mit geschlossenem Fenster schläft, sollte sein Schlafzimmer so wenig wie möglich oder am besten gar nicht heizen, denn Heizungsluft kann dazu führen, dass die Atemwege austrocknen. Die Folgen können gereizte und brennende Augen, eine trockene Nase und ein kratzender Rachen sein. Tipp: Zimmerpflanzen eignen sich gut als „natürliche Luftbefeuchter“, da sie über Nacht Wasser in die Raumluft abgeben.

4. Das richtige Bettzeug
Bedeutsam für gemütlichen Schlafkomfort ist natürlich auch die Wahl des richtigen Bettzeugs. Da die Temperaturen im Winter stark schwanken, müssen Winterdecken besonders gut isolieren können, ohne zu warm oder kalt zu sein.

5. Welches Material und warum?
Besonders gut geeignet sind Bettdecken aus Naturhaar, also zum Beispiel Kamelhaar oder Kaschmir, da sie bis zu 30 Prozent des eigenen Gewichts in Feuchtigkeit aufnehmen können und somit ausgezeichnete Wärmeregulierer sind. Auch Daunen- und Federdecken von Gänsen oder Enten bieten sich im Winter an, da sie Wärme aufgrund ihres großen Volumens besonders gut halten können. Durch den hohen Lufteinschluss in den Daunen sind die Decken dabei atmungsaktiv, sehr leicht und kuschelig.

6. Atmungsaktiv und warm: Die ideale Nachtwäsche
Egal ob Unterwäsche, Nachthemd oder Schlafanzug – jeder Mensch hat seine ganz eigenen Vorlieben. Um gesunden Schlaf zu gewährleisten, geht es in erster Linie darum, sich wohlzufühlen. Solange die gewählte Nachtwäsche also atmungsaktiv ist und ausreichend Wärme spendet, braucht man keine Angst vor schlaflosen Nächten zu haben. Beliebte Materialien im Winter sind vor allem Baumwolle, Frottee oder Flanell.

7. Schluss mit kalten Füßen
Es ist Winter, man steigt mit bereits kalten Füßen ins gemütliche Bettchen und was passiert? Nichts. Die Füße bleiben trotz warmer Kuschelsocken kalt und an Schlaf ist vorerst nicht zu denken. Aber abfinden muss man sich damit nicht. Kurzfristig helfen immer die gute alte Wärmflasche, eine Heizdecke, oder ein Paar Schlafschuhe, die idealerweise mit Daunen gefüllt sind. Wer jedoch permanent Probleme mit kalten Füßen hat, sollte regelmäßig Fußbäder oder Heiß-Kalt-Duschen vor dem Schlafen durchführen, um so längerfristig die Durchblutung anzuregen.

8. Ein regelmäßiger Schlaf-Rhythmus
Ein regelmäßiger Schlaf-Rhythmus ist der Schlüssel zum Erfolg, denn er macht es dem Körper leichter, sich abends auf Schlaf einzustellen und zur richtigen Tageszeit wieder fit und ausgeruht zu sein. Am besten trainiert man einen regelmäßigen Schlafrhythmus, indem man täglich zur selben Zeit aufsteht – auch am Wochenende.

9. Den Schlaf zelebrieren
Wer das Leben feiern will, sollte dem Schlaf dieselbe Ehre zukommen lassen, denn nachts holt sich der Körper die Energie zurück, die er braucht, um den nächsten Tag bewältigen zu können. Also einfach mal den Fernseher früher ausmachen und bei einer entspannten Lektüre herunterfahren – das erhöht die Chancen schneller einzuschlafen. Ab und zu ein entspannendes Bad vor dem Schlafengehen trägt ebenfalls zu einem feierlich angehauchten „Feierabend“ vor der Nachtruhe bei. Wichtig: Das Bett sollte ausschließlich zum Schlafen genutzt werden und nicht zum Essen, Arbeiten oder Fernsehen, damit der Körper sich ganz und gar auf das Schlafen einstellen kann.