Der Sommer ist nun offiziell vorbei, der kalendarische Herbstanfang ist da. Die Jahreszeit beginnt dann, wenn zur Tagundnachtgleiche die Sonne den Äquator Richtung Südhalbkugel überquert. Und parallel zur dunkler werdenden Jahreszeit verspühren wir sowas wie Frühjahrsmüdigkeit, den sogenannten Herbst-Blues. Das ist leider ganz normal.

Im Herbst erzeugt der Körper nachts mehr Melatonin, das den Schlaf steuert und müde macht. Melatonin ist ein Hormon, das bei Dunkelheit von der Zirbeldrüse, einer kleinen Drüse im Gehirn, gebildet wird. Melatonin hat eine schlafanstoßende Wirkung und sorgt dafür, dass wir nachts einschlummern. Die Produktion ist allerdings nicht nur von der Tageszeit abhängig. Untersuchungen zeigen, dass auch bei Lichtmangel im Herbst und Winter mehr Melatonin in unserem Blut zirkuliert. Schuld an der Herbst- oder Winterdepression, ist der Mangel an natürlichem Tageslicht sowie die verminderte Lichtintensität in den Herbst- und Wintermonaten. Das kann dazu führen, dass manche Menschen sich zunehmend schlapp und schläfrig fühlen.

Dies ist kein Anlaß zur Sorge. Eine vorübergehend gedrückte Stimmung – vor allem wenn die Tage kürzer und dunkler werden – gehört zum Leben dazu. Aber man kann sich auch dagegen wehren. Hier ein paar Tipps, wie Sie dem Herbst „ein Schnippchen schlagen“ können:

  • Treiben Sie auch im Herbst regelmäßig Sport! Schon bald fühlen Sie sich aktiver und fitter – das Immunsystem wird gestärkt. Der klimatische Wechsel verursacht Hormonschwankungen. Dagegen hilft Sport, es setzt Glückshormone frei, die wiederum ein Gleichgewicht in den Hormonhaushalt bringen. Versuchen Sie so viel wie möglich Sport zu treiben – joggen, biken, walking, nordic walking, lange Spaziergänge.
  • Verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft. Machen Sie einen Spaziergang in der Mittagspause. Fahren Sie mit dem Fahhrad zur Arbeit und durchlüften Sie regelmäßig Ihr Büro. Frischluft und Tageslicht sind wichtig – Sie bekämpfen die Müdigkeit!
  • Im Herbst laufen wir schneller Gefahr, einen Mangel an Vitalstoffen zu erleiden. Daraus können Müdigkeit und Konzentrationsschwäche folgen, auch das Immunsysten kann schwächeln. Also, steuern Sie gegen! Hier sind Quellen für wichtige Vitamine:Vitamin C: Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Zitrusfrüchte
    Vitamin D: Eier, Milchprodukte
    Vitamin B: tierische und Vollkornprodukte
    Vitamin A: Möhren, gelbes und rotes Gemüse
  • Es ist kalt, es ist nass, es ist bewölkt. Drei Gründe, kein Fuß vor die Tür zu setzen. Sie haben mehr Lust auf einen Tag im Bett? Genau das sollten Sie vermeiden. Gehen Sie am besten gleich nach dem Aufstehen raus – machen Sie Sport mit Freunden oder gehen Sie gemeinsam spazieren.  Unternehmungen in der Gruppe bringen viel mehr Ablenkung als alleine.
  • Das Aufstehen fällt Ihnen schwer – Sie haben Probleme in Gang zu kommen? Um wacher zu werden und aktiver in den Tag zu starten empfehlen wir Wechselduschen. Die haben eine belebende Wirkung – der Kreislauf kommt in Schwung. Beginnen Sie erst mit einer warmen Dusche und gehen Sie dann langsam zum Kaltwasser über. Das kalte Wasser sollte von den Füßen und Händen beginnend vorsichtig am Körper hoch geführt werden.
  • Wer immer müde ist und einfach nicht in Fahrt kommt, der sollte optimistisch sein. Eine positive mentale Grundeinstellung hilft, das Tief zu überwinden. Lenken Sie sich ab, telefonieren Sie mit Freunden, die Sie zum Lachen bringen. Schauen Sie lieber Komödien und Comedyshows als Dramen und Trauerstreifen.

Bildquelle: Annamartha  / pixelio.de